Christoph 20 bei Großübung

In Goldkronach bei Bayreuth übten 500 Einsatzkräfte mit etwa 100 Fahrzeugen am 6. September 2008 nachmittags den Katastrophenfall. Die Übung dauerte etwa drei Stunden. Als Lage wurde die Notlandung einer Luftwaffen-Transall C-160 am Ortsrand angenommen, bei der zwei Firmenhallen stark beschädigt und in Brand gesetzt wurden. Alarmiert wurde ein Großaufgebot an Helfern der Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadt Bayreuth und den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach. Eingesetzt wurden zudem rund 100 Helfer von BRK, Bergwacht, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk.





Insgesamt waren 30 Verletzte - realistisch geschminkte Verletztendarsteller und Puppen - zu retten, medizinisch zu versorgen und zu transportieren. Bereits in der Anfangsphase wurde Christoph 20 mit der EC 135 D-HDMA real in das Übungsgeschehen einbezogen und mit seinem Notarzt an die Einsatzstelle gerufen. Vom eingerichteten Behandlungsplatz am Feuerwehrgerätehaus wurden später die Verletzten fiktiv in umliegende Krankenhäuser transportiert. In diesem Teil der Übung wurden planerisch auch Christoph 27 und Christoph Nürnberg zum Transport Schwerverletzter berücksichtigt.





Ziel der Übung war es, die Alarmierung von mehreren Löschzügen, Sanitätskräften und des THW vor dem Hintergrund einer zukünftigen Intergrierten Leitstelle (ILS) zu überprüfen. Im Resultat zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden über das Zusammenwirken der unterschiedlichen Organisationen, die Führungsstrukturen und die Zusammenarbeit am Einsatzort.

Artikel: Ulrich Schröer, Freier Fachjournalist, Bonn
Fotos: Ulrich Schröer, Kreisfeuerwehrverband-Bayreuth