Am 23.6.2008 fand in Perleberg die offizielle Einweihung der Bodenrettungsstation sowie des Luftrettungszentrum des Christoph 39 statt.
Mit rd. 1,6 Millionen Euro beteiligte sich der ADAC an dem neuen Luftrettungszentrum, die Bodenrettungsstation wurde mit rd. 850.000 Euro durch den Landkreis finanziert.
Die Geschäftsführerin der ADAC-Luftrettung Susanne Matzke-Ahl begrüßte die ca. 200 Gäste und hob die Bemühungen der einzelnen Organisatoren hervor, die schließlich mit der Inbetriebnahme dieser Station endeten.
Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg Dagmar Ziegler betonte in ihrer Rede den langen Weg von der Genehmigung bis hin zur Inbetriebnahme der Station. Sie dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und wünschte allen Beschäftigten viel Erfolg. Durch die Zusammenlegung der Luft- und Bodenrettungsstation im gleichen Gebäude sei ein leitungsstarkes Rettungszentrum entstanden. Für entlegene Ortschaften im Landkreis oder entlang der Elbe, zwischen Wittenberge und Tangermünde, gibt es auf rund 80 Kilometern keine Elbbrücke, kommt der Hubschrauber besonders zum Tragen.
Der Prignitzer Landrat Hans Lange begann seine Rede mit den Worten "Es ist vollbracht". Auch er zeigte den langen Weg von der Idee bis zur Verwirklichung auf.
Peter Meyer, der Präsident des ADAC, der es sich trotz seines engen Terminplanes nicht nehmen ließ an der Feier teilzunehmen und ein paar Worte an die Mitarbeiter und Gäste zu richten, ließ die Vergangenheit der ADAC-Luftrettung ein wenig Revue passieren und wies auf die Erfolge hin. So wurden seit Beginn der Luftrettung durch die gelben Engel 1,2 Mio. Menschen geholfen oder gerettet.
"Zeit kostet Herzmuskel. Zeit kostet Gehirn bei Schlaganfällen", so der medizinische Leiter des Kreiskrankenhauses Perleberg Prof. Dr. med. Rolf Dein. Er beschrieb seine enge Verbundenheit zur Luftrettung, die durch seine Tätigkeit in der Rettung in Hamburg begründet war. Ein Grund für seinen Wechsel zum Kreiskrankenhauses Perleberg sei das Versprechen des Geschäftsführers Wolfgang Korzen gewesen, dass ein Hubschrauber nach Perleberg käme. Er hat sein Versprechen gehalten.
Die Bodenrettungsstation wurde durch die symbolische Überreichung eines Rettungswagen und einer Erinnerungsplakette offiziell übergeben. Die Luftrettungsstation sowie der Hubschrauber Christoph 39 wurde dann durch Frau Ministerin Ziegler und Herrn Meyer durch Überreichung des obligatorischen Hubschrauberstick an den Stationsleiter Marian Lindner, der leitenden Hubschrauberärztin Katrin Krüger und dem leitenden Rettungsassistenten Steffen Guhl offiziell in Betrieb genommen.
Zum Schluss überreichte der Bürgermeister der Stadt Perleberg Fred Fischer dem ADAC-Präsidenten Peter Meyer zur Erinnerung eine Figur des Roland, dem Wahrzeichen der Stadt. Auch der Hubschrauber wurde bedacht, er erhielt die Wappen von Perleberg für die Seitentüren. Als Glücksbringer für den Hubschrauber überreichte er Katrin Krüger einen Roland als Schlüsselanhänger.
Übrigens... der Hauptakteur, der Hubschrauber wohnte der Feier nicht bei. Er tat seine Pflicht; er war während der Feier zu einem Einsatz gerufen worden.
Nach der offiziellen Feier konnte die Luft- und Bodenrettungsstation und, nach seiner Rückkehr von seinem Einsatz, auch der Hubschrauber von der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigt werden.
Christoph 39 versieht schon seit dem 3. Juni 2008 seinen Dienst und flog bereits in den 20 Tagen über 60 Einsätze. Er kommt länderübergreifend auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Sachsen-Anhalt zum Einsatz.
Außer Christoph 39 in Perleberg fliegen im Land Brandenburg die in Senftenberg stationierten Rettungshubschrauber Christoph 33 und Christoph Brandenburg (beide ADAC-Luftrettung) sowie Christoph 35 Brandenburg (Bundesministerium des Innern) und Christoph 49 Bad Saarow (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.).

Artikel, Fotos: Werner Latten
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